Zugstruktur
Leicht und dennoch stark, reicht es über die Grenzen hinaus
Die Zugkonstruktion ist die klassischste und künstlerisch ausdrucksstärkste Form der Membranarchitektur und zugleich die technisch anspruchsvollste Kategorie. Sie verkörpert das Wesen der Membrankonstruktion: die Nutzung der durch eine vorgespannte, flexible Membran erzeugten Spannung zur Formgebung und Lastaufnahme.
Eine Zugkonstruktion ist ein architektonisches System, das eine stabile dreidimensionale gekrümmte Oberfläche bildet, indem eine flexible Membran vorgespannt und anschließend durch eine Reihe starrer Randelemente (wie Masten, Bögen und Ringbalken) und flexibler Randelemente (wie Stahlseile und Seilnetze) gespannt und befestigt wird.
Das Kernprinzip beruht auf der „Zugformung“, d. h. das Membranmaterial selbst ist formlos und steif und muss durch äußere Zugkraft straff gespannt werden, um eine definierte Form und Tragfähigkeit zu erreichen. Dies steht im deutlichen Gegensatz zu pneumatischen Strukturen, die durch Aufblasen und Ausdehnen geformt werden.
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